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"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen."

Jean Paul Sartre



Notiert


Kirchen als Arbeitgeber

Die evangelische und katholische Kirche zählen zu den größten Arbeitgebern in der BRvD. Mehr als eine Million Menschen sind für sie tätig. Allein in der Diakonie sorgen sich rund 450.000 Beschäftigte in 27.000 Einrichtungen um das soziale Wohl Bedürftiger. Die Kirche verfügt über ein eigenes Arbeitsrecht. (FW)


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Bahnhof und Museum ohne Barrieren

Zwickau. Die Schumann-Stadt Zwickau verwirklicht die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Jüngst wurde der Hauptbahnhof Zwickau rollstuhlgerecht umgebaut. Die zahlreichen Treppen stellten vormals für Rollstuhlfahrer ein unüberwindbares Hindernis dar. Mit dem Einbau von Personenaufzügen erreichen Behinderte problemlos alle Bahnsteige.
Barrierefrei ist allerdings für die Stadtverwaltung Zwickau ein sehr umfassender Begriff. So bietet das August-Horch-Museum in Zwickau Führungen in Gebärdesprache an. Wie der Geschäftsführer des Museums Rudolf Vollnhals informierte, wurde das in Zusammenarbeit mit der Westsächsischen Hochschule möglich. Ab sofort soll es im Automobilmuseum mit der über 100jährigen Fahrzeuggeschichte auch buchbare Führungen in Gebärdensprache geben, die von Studenten der Hoschschule im Abschlusssemester gedolmetscht werden. (FW)


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Pferdefreundlich – kinderfreundlich

Zwickau. Niederdorf bei Stollberg im Erzgebirge ist die pferdefreundlichste Gemeinde Sachsens 2010. Das zumindest stellte eine Jury am 2. April 2011 in einer Pferdenacht in Zwickau fest. Vordem hatte Zwönitz im Erzgebirge diese zweifelhafte Ehrung erhalten. Kann man auf so eine Auszeichnung stolz sein? Wo bleiben die Kinder? Gibt es im Freistaat Sachsen einen Wettbewerb um die kinderfreundlichste Gemeinde? Kinder haben im Freistaat keine Lobby. Warum auch, denn Sachsen nimmt nicht einmal am Projekt der EU gesunde Ernährung für Kinder teil, das den Kindern kostenfreies Obst in der Schule zusichert. (FW)


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Die ungeliebte Revolution

Der Mord am libyschen Volk durch die Schergen Gaddafis lässt offensichtlich den Westen kalt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle betätigen sich als Bremser für ein militärisches Eingreifen.
Deren Scheingefechte dienen nur dem einen Ziel, den Diktator Gaddafi an der Macht zu halten, um einen Zustrom afrikanischer Flüchtlinge nach Europa vorzubeugen. Diese Doppelmoral der schwarz-gelben Regierung wird sich historisch rächen. Die verzweifelten Hilferufe der libyschen Freiheitskämpfer stoßen in Berlin auf taube Ohren. Die Vorstöße von Frankreich und England,den Aufständischen zur Hilfe zu eilen, stoppte Merkel und Co. Da passt es eben ins Bild, dass der Fokus der Weltöffentlichkeit auf Japan gerichtet ist.
Ein Volk in Nordafrika wird abgeschlachtet, die Kanzlerin und ihr Vize sehen zu. (FW)


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Allianz für arbeitsfreien Sonntag

Für Sonntagsshopping wird es immer enger. Das BVG stärkte mit seinem Urteil vom Dezember 2009 den Schutz des arbeitsfreien Sonntags. Ein bloßes Umsatzinteresse der Handelsunternehmen und Kaufinteresse von Kunden genügen grundsätzlich nicht, so die Richter.
Die Interessen der Arbeitnehmer/innen im Handel unterstützt auch die gegründete Allianz für den arbeitsfreien Sonntag. Das Zweckbündnis wird von der röm.-katholischen und der evangelischen Kirche sowie von der Gewerkschaft Verdi getragen. (FW)

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Jährlich 9000 Selbstmorde in Deutschland

Leipzig. Jedes Jahr töten sich in Deutschland mehr als 9000 Menschen. Wie das statistischen Landesamt in Kamenz mitteilte, nahmen sich im Freistaat Sachsen im vergangenen Jahr 624 Menschen das Leben, 1,3 Prozent mehr als 2008. Bei 79 Prozent der Fälle setzten Männer ihrem Leben selbst ein Ende.
Nach Einschätzung des Psychologieportals liege die Zahl der misslungenen Tötungsversuche in Deutschland um das Zehnfache höher. Wenngleich Tageszeitungen von einem Rückgang der Suizide sprechen, bewerten Experten die Zahl als erschreckend hoch.
Laut Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie der Universitätsklinik Leipzig, seien 90 Prozent der Männer und Frauen, die Suizid begehen psychisch krank. Die Mehrzahl von ihnen leiden an Depressionen. Die WHO begeht seit 2003 jedes Jahr am 10. September einen Welt-Suizid-Präventionstag. (FW)

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Der Tod ist bei Ungeborenen vielfach der Pate

Dresden. Durchschnittlich jede sechste Schwangere, so der CDL Landesverband Sachsen (Christdemokraten für das Leben) entscheidet sich für eine Abtreibung.
Wie der CDL Landesverband Sachsen informiert, kamen im vergangenen Jahr 110.700 ungeborene Kinder in Deutschland offiziell gewaltsam ums Leben. Im Freistaat Sachsen waren es laut Bundesamt für Statistik 6.027 im Mutterleib getötete Kinder. Die Dunkelziffer liege wesentlich höher.
Die Christdemokraten für das Leben üben harsche Kritik, dass die Politik weiterhin schweigend der massenhaften Tötung ungeborenen Lebens zuschaue. 2008 wurden in Europa 1.207.646 ungeborene Kinder durch Abtreibungen getötet das entspreche ungefähr der Einwohnerzahl Münchens.
Durch eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts in Spanien verzeichnete das Land einen Anstieg der Abtreibungen um 115 Prozent. (FW)

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Erzgebirge verliert seit 1990 rund 82400 Menschen

Kamens. Lebten am 3. Oktober 1990 im Gebiet des heutigen Erzgebirgskreises 459644 Menschen, so waren es am 31. Dezember 2008 nur noch 377245 Frauen und Männer. Das sind 82399 Menschen weniger. Nach Einschätzung der Kreisbehörde dreht sich die Abwärtsspirale weiter: der Kreis wird in jedem Jahr weitere rund 5000 Bürger verlieren.Im vergangenen Jahr waren es rund 6000 Erzgebirger.

Zum Stichtag 31. Dezember 2008 ergibt sich folgende Altersstruktur:

unter 3 Jahre .......... 8625
3 bis unter 6 Jahre: 8732
6 bis unter 10 Jahre:11346
10 bis unter 15 Jahre:12444
15 bis unter 18 Jahre: 7703
18 bis unter 20 Jahre: 8874
20 bis unter 25 Jahre:21802
25 bis unter 30 Jahre:21500
30 bis unter 35 Jahre:19290
35 bis unter 40 Jahre:22227
40 bis unter 45 Jahre:26300
45 bis unter 50 Jahre:30333
50 bis unter 55 Jahre:30815
55 bis unter 60 Jahre:34913
60 bis unter 65 Jahre:20721
65 bis unter 75 Jahre:50502
über 75 Jahre: 41118

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

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Grüne Oase bei Alt und Jung beliebter

Leipzig. Der Freistaat Sachsen ist deutschlandweit mit 209.000 Schrebergärten eine Hochburg, sagte Thomas Wagner, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde. Die Kleingärten wurden nach dem Leipziger Arzt Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861) benannt.
In Leipzig zähle man 6,2 Parzellen auf 100 Einwohner, informierte Wagner. Es folgen Nürnberg mit 4,6 und Hannover mit 3,4. Waren früher die Schrebergärten ein Rückzugsraum für Rentner, interessieren sich jetzt zunehmend auch junge Leute für eine solche grüne Oase. (FW)


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Hartz IV - ein gigantisches Förderprogramm für Unter-
nehmen, die Hungerlöhne zahlen. (JW)


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Die Mär von
freien Wahlen

Jeder wahlberechtigte Bundesbürger, sofern er will, gibt aller vier Jahre einmal seine Stimme ab, so braucht er sich wenigstens nicht mehr zu wundern, wenn er danach nichts mehr zu sagen hat. Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie ja verboten oder wie Herbert Marcuse zu sagen pflegt: Die freie Wahl der Herren schafft weder die Herren noch die Sklaven ab. (FW)


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Hartz-IV-Niveau
für Jugendhilfe

Dresden. Die Streichorgie der CDU/FDP-Landesregierung im Haushalt kennt keine Skrupel. Allein bei der Jugendhilfe sollen in diesem Jahr insgesamt 7,7 Millionen Euro gekürzt werden. Die Pauschale, mit der das Land die Jugendeinrichtungen in den Kommunen unterstützt, sinkt damit von 14,30 Euro pro Einwohner unter 27 Jahren auf 10,40 Euro.
Insgesamt plant voraussichtlich die CDU/FDP-Regierung ein Streichkonzert von rund 100 Millionen Euro in diesem Jahr. (FW)


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