Mi
10
Mär
2010
EU-Schulobstprogramm
Von Frank Walenszus
Der Freistaat Sachsen hat für Kinder nichts übrig. Zumindest kann man zu der Schlussfolgerung kommen, zieht man nur das aufgelegte EU-Schulobstprgamm zu Rate. Ziel des Projektes ist es, schon
frühzeitig Kinder an eine gesunde Ernährung heranzuführen. Immerhin lässt sich Brüssel das 20 Millionen Euro kosten.
Einmal mehr hat Deutschland seine Kinderfeindlichkeit unter Beweis gestellt, denn nur sechs Bundesländer beteiligen sich an dem Projekt. Das Bundesland Saarland hatte bereits als erstes mit dem
Programm begonnen. Noch in diesem Schuljahr wollen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und der Freistaat Thüringen die Möglichkeiten des EU-Schulobstprogramms nutzen.
Das Land Sachsen-Anhalt steigt mit Beginn des neuen Schuljahres ein.
Der Freistaat Sachsen hält sich zurück und nutzt nicht die aus Brüssel kommenden Möglichkeiten. Freilich, wer sieben Millionen Euro in der Jugendförderung streicht, hat natürlich auch für eine
gesunde Ernährung der Kinder nicht viel im Sinn, zumal das Geld aus Brüssel nur zur Hälfte die damit verbundenen Unkosten deckt. Erfreulich, dass dennoch zwei ostdeutsche Länder die Gelegenheit
am Schopfe fassen und besonderes Augenmerk auf eine gesunde Entwicklung der Kinder legen.
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